Jahrtausend alter, edler Kult
Monument aus Erde, Fels und Gestein
Birgt die Seelen all der Ahnen
Ein Schoß, ein Hort der alten Geister
Seelenkammer
In Enge muß man kriechen, sich winden
Durch Gänge, wie durch Schlupfe
So saß man in Nischen, in bedächt´ger Ruh
Hörte dem Flüstern der Finsternis zu
Seelenkammer
In tiefer Selbsteinkehr, man Weisthum erfuhr
Befreit von der Welt, fuhr auf Seelenreise
Bis zum Tode nah, wuchs Tat wie Wille
Jenseit´ge Gedanken, in schwarzer Stille
Seelenkammer
Totenstatt
Körperlose Gruft
Wenn im Kreisgang
jährlich das Leben erwacht
Mit Eisen auf Stein, der Funke geschlagen
Befreit und bereit im Glanze des Blitzes
Ausgefahrn zu frühjährlichem Erwachen
Hinaus zur Wiedergeburt