Gräben und Granatentrichter Liegen trist und fahl erhellt, Bitterkalt und immer dichter Ziehen Nebel über’s Feld. Stacheldraht durchzieht die Lande, In den Senken steht das Gas, Kahle Bäume, schwarz vom Brande, Schwelen noch vom Flammenfraß. Jüngst verlassene Gemäuer Steh’n verfallen, öd und leer, Ferne grollt das Trommelfeuer, Unbarmherzig, dumpf und schwer. Stetig donnern die Geschütze, Zögernd rückt die Front voran, Aus den Rohren lodern Blitze, Zitternd bebt der Tote Mann. Mörser feuern in die Runde, Flammen zucken himmelwärts, Blut verrinnt in weichem Grunde, Arg sind Elend, Qual und Schmerz. Stahlgewitter geh’n hernieder Auf die Mauern von Fort Vaux, Hallen in den Stollen wider, Glüh’n am Himmel lichterloh. Schaurig heulen die Granaten, Aus dem sich’ren Unterstand Stürmen feuernde Soldaten Nach dem Fort in Feindeshand. In die rußgeschwärzten Gänge Dringen Flammenwerfer vor, Durch die drückend dumpfe Enge, Durch den dichten Ascheflor. In den dunklen Festungsfluren Tobt der Nahkampf Stund’ um Stund’, Reich besät mit Kampfesspuren Schwimmt von Blut der Stollen Grund. Durch Gewehr und Handgranaten Fällt gar mancher, graus entstellt, Auch durch Bajonett und Spaten Bis die stolze Festung fällt.