In scheidendem Lichte und goldenem Glanze Erstrahlen die Birken im dämmernden Hain, Der Wind lädt die Blätter zum herbstlichen Tanze, Die Amsel schlägt helle am schweigenden Rain. Nur wen’ges in diesem gar friedlichen Haine Erinnert noch vage an Kampf und Gefecht, Vereinzelt nur finden sich bleiche Gebeine, Verborgen im schützenden Efeugeflecht. Nur selten noch zeigen sich Dolche und Spaten, Verrostete Helme und and’res Gerät, Zerschlissene Koppel und Splittergranaten, Wenn rauschend der Herbstwind die Blätter verweht. Doch nächtens erwachen die ruh’losen Recken, Auf’s Neue tobt schaurig die grausige Schlacht, Wie einstens, gar blutig, mit all ihren Schrecken In mondhellem Scheine, zu Mitten der Nacht. So kämpfen die Toten, die grausig Versehrten, Die tapfer hier stritten für Heimat und Ehr’, Auf ewig vereint mit den einst’gen Gefährten, Nun rastlos mit Spaten, mit Dolch und Gewehr. Und erst wenn ihr tapf’res und ehrbares Wirken Nicht länger vergessen, beschmutzt und geschmäht, So finden sie Frieden zu Füßen der Birken Wo rauschend der Herbstwind die Blätter verweht.