Knochenzeit Lyrics


Herbswinde raunen, welke Blätter fallen,

Nebel hüllt die Welt in Grau.

In jedem Blatt seh ich den Tod und hör'

Des Sommers Lebenslied verhallen

Die Bäume bald nur karge Knochen

Gerippe kahl, knorrig und hart

Der Ahnung kühler Hauch er streift

Der Erntefelder Krume zart

Ist in der Vergänglichkeit vollendet,

Die Eitelkeit, die unsre Herzen bändigt.

Wie ein Schatten im Licht der Zeit,

Verblasst der Hochmut, den die Welt bekräftigt.

Die Zeit entfaltet ihre bunten Fahnen

Aus Stunden, Tagen, Jahren unentwegt.

Des Lebens Fest wird niemals abgetan, Und doch

– die Fahnen sind in Staub gelegt

Der Frost, ein Maler klarer Stille,

Fängt Blatt um Blatt in zartem Glas.

Er zwingt die Welt in kalte Hülle,

Und doch webt Frühling neues Gras.

Im Dunkel flüstert eine Kraft, verborgen,

Die Sturm entfacht und Feuer speit.

Sie löscht mit Glut die alten Sorgen,

Und nährt die Asche, die Leben befreit.