Der Tod mag kommen wann er will
Doch stets kommt er
Meist plötzlich und unerwartet.
Des letzten Abschieds unbewusst
Fiel deutlich leichter jenes ferne Wort
Doch mit Notiz deines Weichens einher
Trauer und Unmut trugen mich fort.
Und mit dem schwachen Dämmerlicht
Gegangen wart der letzte Schein
Der Schlüssel fiel, das Schloss zerbrach
Dunkelheit brach über mir herein.
Ein Augenblick in Endlosschleife
Ein leerer Schoß aus Bitterkeit
Zu hören der Nachricht Worte
Ich war noch lange nicht bereit.
Schwer, so schwer fällt mir das Atmen
Meine Gedanken rasen im Kreis
Das leere Herz mit stolpernden Schritten
Begreift noch nicht, was ich längst weiß. 5
Zerreißender Lärm in meiner Brust
Deiner letzten Worte Widerhall
Der Sinn mir bitter nun bewusst
Wut und Schmerz sind allüberall.
Der Alltag, das Leben hält doch ein
Erinnerungen tragen mich hinfort
Und Mit wackerem Schritt das Herz
Wird weitergeben dein letztes Wort.
Dein letztes Wort.
Und so gehe ich dahin...
Die ewige Stille
wird meinen letzten Atemzug auslöschen,
ihn verschlingen, wie ein tragisches Lied,
das im Nichts endet.
Es auslöschen?
Jedes Lied, jeder Ton, jedes Leben
Alles hat einen Ausklang
Was bleibt ist sein Echo.
Ein Echo?!
Nur ein Schatten des einst vollen Klangs.
Auch er wird verhallen
und niemand wird sich seiner erinnern.
Wer kann schon sagen, was auf die Stille folgt.
Dann war alles umsonst?
Jeder Schritt? jede Tat? Jedes Wort?
Hat denn ein Leben keinerlei Bedeutung?
Gerade weil das Leben endlich ist
und Niemand das Ende kennt ist es so kostbar. Schmerz und Liebe, Angst und Hoffnung
alles brennt heller, weil es stirbt.
Dann ist dies nicht das Ende?
Nein, nein ist es nicht.
Der Tod ist wie das letzte Aufleuchten
einer Flamme vor der wabernden Glut,
wie der Nachhall eines vollen Tons.
Erinnerst du dich an ein Lied,
welches plötzlich endet?
Die darauf folgende Stille
ist stets erfüllt von seinem Klang.