Als kleiner Junge von den Römern entführt,
und von Kaiser Augustus zum Ritter gekürt,
blieb den Germanen als Hermann bekannt,
vergaß er nie sein besetztes Vaterland.
Er war der erste Deutsche der uns alle einte,
der die römische Fremdherrschaft verneinte.
Noch heute schwingt er dort mit erhobenem Arm,
sein Schwert zum Wolkensitz, sein Blick – stählern – achtsam.
In den Wäldern Germaniens erhalt noch heut der Schrei:
"Wir sind und bleiben auf ewig stolz und frei!"
Ob am Rhein, am Inn, ob an Weser oder Belt,
wir sind Germanen, an uns zerschellt die ganze Welt!
Im Jahre 9 nach Christus traf Varus das Gewitter,
15.000 Römer starben, die Niederlage bitter.
Die Wiesen waren getränkt von Invasorenblut ganz rot,
Varus wählte auf dem Schlachtfeld noch den freien Tod.
Augustus beendete die linksrheinische Invasion,
Dank Hermann dem Cherusker, Germaniciter Sohn!
Gottlob hat die römischen Legionen vertrieben,
oh Hermann nur dir verdanken wir, dass wir Deutsche geblieben.
Über drei Tage dauerte die heilige Schlacht,
vereint kämpften die Stämme gegen die Übermacht.
Mann gegen Mann haben sie Legionen geschlagen.
In Kalkriese ging es den Besatzern an den Kragen.
Die Römer dachten, ihnen gehört die ganz Welt,
der Teutoburger Wald wurde zum Blutfeld.
Seit 1875 schaut er auf uns hernieder,
bei seinem Denkmal schwören wir immer wieder:
Solang noch ein Feind Germanien regiert,
zücken die Stämme das Schwert solange das Blut noch pulsiert."
Hermanns Geist lebt in uns allen fort,
Deutsche haltet zusammen, egal an welchem Ort!