Der Winter nagt an deiner Haut, das Schicksal dir dein Leben verbaut Die Kälte gräbt sich in Knochen und Mark, so schmerzt die Realität Tag für Tag Der Alkohol dein Freund, er steht dir bei, Sorgen verdrängt, du fühlst dich frei Und der Morgen bringt nicht nur den Tag zurück Sondern auch das Elend, statt ein Stück vom Glück Man sagt du lebst auf der Straße Doch ein Leben, nein das ist es nicht Jeder Tag gleicht dem anderen Das Leid geschrieben im Gesicht Er ist gefallen, ja ganz tief, erfroren als er schlief Die Gesellschaft schaute weg, für sie war er nur Abschaum und Dreck Durchnässt und vor Hunger schmerzt der Bauch Den Verfall, den sieht er auch So vieles ist heute egal Kleinigkeiten werden täglich zur Qual Bevor der Tag beginnt ist er verloren Ein paar Flaschen Bier und Pulle Korn Im Rausch verschwimmt dann die Realität Acht Jahre Straße haben ihn geprägt Der Winter nagt an deiner Haut Das Schicksal dir dein Leben verbaut Halb verhungert, erfroren, so lag er da An einem Wintermorgen im letzten Jahr