Sitzt du mal wieder allein im Zimmer, starrst auf kahle Wände Bist vergessen, abgeschoben und es zittern deine Hände Hast dein Leben gelebt, geschuftet bis zum Umfallen Hattest Träume und Visionen, die im Alter nun zerfallen Von den Kindern vergessen, die meisten Freunde tot Ausrangiertes altes Eisen, Altersarmut, die dich bedroht Hast ausgedient, nicht leistungsfähig, bist nun nichts mehr wert In dieser Jugendwahn-Gesellschaft läuft so vieles einfach verkehrt Nennt ihr das etwa Leben, von Einsamkeit umgeben Den Lebenswillen verloren Ein Warten auf den Tod, auf das letzte Abendrot Gefühle erfroren, nichts was dich noch hält In dieser kalten Welt Auf dass der letzte Vorhang fällt Kein vor und kein zurück, niemand der dich versteht Deinen schwachen Worten lauscht, deinen letzten Gang mit dir geht In einer Sackgasse gefangen, fühlst dich isoliert Und das Leben, das minütlich an Wert verliert Der graue Alltag, die Tristesse zerfrisst deine Seele Schlingt sich um deinen Hals, schnürt sie ab die Kehle Erdrückend das Kreuz, das du zu tragen hast Deine alten Knochen brechen unter dieser Last Ich gehe ins Licht, kalt und bleich mein Gesicht Und nun trauert nicht um mich, denn ihr ließt mich im Leben bereits im Stich Das war kein Leben, von Einsamkeit umgeben, den Lebenswillen verloren Ein Warten auf den Tod, auf das letzte Abendrot Gefühle erfroren, nichts was mich noch hält