Kalter tau auf der stirn, du schriest so laut
Gerissene lippen und gar blutig mand
Blasser wahnsinn aus deinen augen schaut
Warme morgenröte färbt dein antlitz wand
Fauliger moder mir entgegen strömt
Sinnlich zarter fliederduft
Dieser deinen anblick verhöhnt
Zwischen uns die lehmige kluft
Modertau
Modertau
Einen letzten, feuchten kuß von dir
Mein leib erstirbt; ich wünsch' es mir
Meine hand nach der deinen greift
Hast an farb' verloren; bist ausgebleicht
Modertau
Modertau
Dein tau, er prickelt auf meiner zange
Dein geruch durchströmt meine lunge
Mein fleisch, es liebkost das deine
Liebe mich, für immer sei die meine
Modertau
Modertau
Modertau