Du suigst wie einst Tyrtaus sang, von Heldemmut beseelet
Doch hast du schlecht dein Publickum und deine Zeit gewählet
Beifallig horchen sie dir zwar und loben schier begeistert
Wie edel dein Gedankeinflug, wie du die Form bemeistert
Sie pflegen auch bein Glase Wein ein Vivat dir zu bringen
Und manchen Schlachtgesang von dir Lautbrüllend nachzusingen
Der Knecht singt gern ein Freiheitslied des Abends in der Schenke
Das fordert die Verdauungskraft und würzet die Getränke
Friedrichs, Marx, Lenin und Engel - Patrioten - nicht wie du
heute würden sie dich hängen, unt deiner Meute ware Ruh’
Verint, verwirrt, verdorben, dein Weltbild ist Beschiss
von allen „Sozialisten, bist du der erbärmlichste Sozialist!“
Sie pflegen auch bein Glase Wein ein Vivat dir zu bringen
Und manchen Schlachtgesang von dir Lautbrüllend nachzusingen
Der Knecht singt gern ein Freiheitslied des Abends in der Schenke
Das fordert die Verdauungskraft und würzet die Getränke
Es widerspricht deiner Nann Volksgemeinschaft auszuleben
Deinesgleichen umzubringen und zu verletzen, dein Bestreben!
Recht wird Unrecht bei dir schnell, Unrecht zu Recht sowieso
denn die Freiheit die du meinst, ist Unreheit anderswo!
Du hasst dein eigen Artig Volk, alles Fremde ist die Freund
solange deine eigenen Grenzen, isoliert, bewacht umzäunt!
Doch wehe du musst einmal mehr einsetzen, als deines Stimme Kraft
dann hat dich schnell die Realität eingeholt und bestraft!
Der Knecht singt gern ein Freiheitslied des Abends in der Schenke
Das fordert die Verdauungskraft und würzet die Getränke
Der Knecht singt gern ein Freiheitslied des Abends in der Schenke
Das fordert die Verdauungskraft und würzet die Getränke