Gähnende Schatten, die den Tag verschlucken.
Glieder krampfen, Leiber, die zucken.
Phantome winden durch modrige Mauern.
Weiber, die fiebrig im Dunkeln lauern.
Gepeitscht von Wolllust, von Teufeln beseelt.
Getriebene Frauen, bis aufs Blut gequält.
Zabulons Fratze erscheint in Visionen,
die drohend über dem Kloster thronen.
HEXER - in Dreiteufelsnamen
Über Loudun liegen faltige Schwingen,
die Heimsuchung, Leid und Übel bringen.
Während die Pest gierig um sich greift,
ein Gespenst durch die Flure streift.
Grandiers Blicke trügen
Er ist Nigromant
Seine Worte sind Lügen
Sein Antlitz verbannt
HEXER - in Dreiteufelsnamen
Obszöne Flüche hallen hinter den Toren,
die sich wie Maden in ihre Hirne bohren.
Grandiers Namen wird von Nonnen gebrüllt,
Sein Pakt mit dem Teufel durch sie enthüllt.
Verführt zur Sünde mit schwarzer Magie,
die Nonnen verfallen in die Hysterie.
Lästerlich keifend, mit Blut in den Augen,
Verfluchen den Heiland und weigern dem Glauben.
Laubardemont, Lactance, Surin und Tranquille
klerische Richter mit nur einem Ziel.
Man muss ihn richten, seinen Namen verbannen,
Im Scheiterhaufen fressen ihn die Flammen.
Grandiers Blicke trüben
Als Hexer erkannt
Seine Worte - nur Lügen
Sein Antlitz verbrannt