In den Tiefen der Gedankenschluchten
Sind die Wände steil und glatt
Ein Aufstieg - unmöglich
Kein Ausweg aus dem Labyrinth
Der Blick nach oben offenbart kein Licht
Flucht in das tiefschwarze Dickicht
Realität und Traum verwoben
Die Geister im Hirn, die endlos toben
Weiter, nur weiter durch immer gleiche Gänge
Verzweiflung und Angst vermischen sich zu finst’rem Gemenge
Die Geister aus der Ferne, mich sie rufen
Ich muss nicht länger Suchen
Droben erhebt sich langsam die Sonne,
belegt den Acker mit warmen Licht
und erfüllt die Menschen mit Wonne
Doch hier tief unten spürt man’s nicht
Die fremden Rufe sind so nah
Führen mich zum schwärzesten Punkt
Dort angekommen glimmt ein kleines Licht
und es materialisiert sich eine unwirkliche Gestalt
Sie streckt ihre knochige Hand aus, lullt ein, lädt mich ein
„Komm zu mir“, höre ich sie sagen
Ich gehe zu ihr
Die Stimme, in freundschaftlichem Ton,
der trostlos‘ Existenz eine Aufgabe stellt,
das Leben dadurch einen Sinn erhält
erwarte ich doch auch reichen Lohn
Einem Stärketaumel gleich
Gehe ich meine Aufgabe an
Verbunden mit einer großen Macht
Steige ich in jede Schlacht
Austiefen Schluchten entkommen
Und den sonnigen Acker vor Augen,
Habe ich die Freiheit gewonnen
Die Gestalt nur wird sie sogleich aussaugen
Die Hingabe in das Willensgrab fordert ihren Tribut
Die Gestalt weiß, was zu tun ist
Sie denkt, sie lenkt
Ihre Hand lobt, ihre Hand bestraft
Auf das der Hörige sich nie beklagt
Entgrenzung – Ekstase
Erfüllt vom Rausch der Mission
Kein and‘rer Gedanke durchströmt das Hirn
Als der Glaube an die Vision
Die Gestalt ist mein Gestirn
Der Freiheit beraubt
Erkenne ich mich
In schwarzen Stunden
Als Diener missbraucht