Abgesang Lyrics


/An einem milden Herbsttag gehe ich den Weg hoch zu dir. Dort am Rande des Waldes bist du zur Ruhe gekommen. Blickst von deinem ewigen Sitz über Felder und Wiesen. Wachst über Städte und Menschen. Wirst für immer hier im Schatten der Bäume schlafen und irgendwann wird wieder frisches Gras dein Grab bedecken. Doch erst an dem Tag an dem ich auch meinen letzten Seufzer von mir gebe, meine Lieder ihren letzten Schlag tun und ich mich niederlege, wird meine Erinnerung an dich von dieser Welt getilgt sein. Bis dahin werde ich deine Geschichte in die Welt tragen und hoffen, dass andere sich ihrer erinnern./

Wenn meine Augen sich schließen,

meine Sonne erlischt,

dein Feuer nicht mehr in meiner Brust ruht,

dein Feuer nicht mehr scheint,

steige ich hinab.

Küsst noch ein letztes Mal meine Stirn und meine Augen.

All der Schmerz erlischt.

Für immer.

Mit dem Atem entweicht alles was ich war und die Flamme flackert.

Weist du mir noch den Weg?

Fremde Schatten im Nebel.

So steh’ ich an deiner Wiese.

Wie jedes Jahr erneut.

Kann die Tränen kaum noch halten.

Denke zurück an diese Zeilen:

„Und am Ende meiner Reise,

Hällt die Ewige meine Hände,

Und sie wink und lächelt leise,

Und die Reise ist zu Ende.

So nimm denn meine Hände und führe mich.“

/Vielleicht werde ich auch das Glück eines milden Herbsttages haben. An dem mich geliebte Menschen zu meiner letzten Ruhestädte begleiten. Sie werden sich an mich erinnern und aus meinem Leben etwas für das Ihre schöpfen. Wie man etwas macht oder eben nicht macht. Aus meinem Scheitern lernen und hoffentlich auch mit etwas Dankbarkeit und Stolz auf mein Leben blicken./