Deutsche Bestimmung Lyrics


Deutsche Bestimmung (Deutschlands Beruf)

Solls denn ewig von Gewittern

Am umwölkten Himmel braun?

Soll denn stets der Boden zittern,

Drauf wir unsre Hütten baun?

Oder wollt ihr mit den Waffen

Endlich Rast und Frieden schaffen?

Daß die Welt nicht mehr, in Sorgen

Um ihr leicht erschüttert Glück,

Täglich bebe vor dem Morgen,

Gebt ihr ihren Kern zurück!

Macht Europas Herz gesunden,

Und das Heil ist euch gefunden.

Einen Hort geht aufzurichten,

Einen Hort im deutschen Land!

Sucht zum Lenken und zum Schlichten

Eine schwerterprobte Hand,

Die den güldnen Apfel halte

Und des Reichs in Treuen walte.

Sein gefürstet Banner trage

Jeder stamm, wie er's erkor,

Aber über alles rage

stolz entfaltet eins empor;

Hoch, im Schmuck der Eichenreiser,

Wall' es vor dem deutschen Kaiser!

Dann nicht mehr zum Weltgesetze

Wird die Laun' am Seinestrom,

Dann vergeblich seine Netze

Wirft der Fischer aus in Rom,

Länger nicht mit seinen Horden

Scheckt uns der Koloß im Norden.

Macht und Freiheit, Recht und Sitte,

Klarer Geist und scharfer Hieb

Zügeln dann aus starker Mitte

Jede Selbstsucht wilden Trieb,

Und es mag am deutschen Wesen

Einmal noch die Welt genesen!