Gaben aus fernen Tagen Lyrics

Album: Urgewalt

Deine Sinne sind gerade erwacht

Deine Blicke schweifen, alles ist neu und unentdeckt

Als man zu dir tritt und ein Säckchen gibt

Du trägst es noch viele Jahre mit dir herum

Siehst du in manchen Stunden dort hinein

Treffen steinerne Wahrheiten dich am Kopf

Blutige Wunden sind deine treuen Begleiter

Weichen über viele Tage nicht

Auf der grossen Strasse, die du beschreitest

Bemerkst du an den Rändern die Leiber derer

Die zuviel geblickt

Deine Schritte sind fortan schneller

Jahre später, du bist in Eile

Ruft eine Stimme dich zu sich her

Aus einer dunklen Gasse schallt sie wider

Erfasst von grossem Unbehagen gehst du weiter

Am nächsten Tage schon ertönt der Ruf noch einmal

Doch diesmal gibst du mit Widerwillen nach

Den Sack reisst man dir vom gebeugten Rücken

Und zieht ihn dir übers Haupt

Schwankend verlässt du die dunkle Nische

Deine Welt, die Strassen, Häuser, Menschen

Und nicht zuletzt dein Inneres

Findest du umgestülpt wieder

Jeden Schritt, den du fortan tust

Ist zur falschen Seite hin

Willst du einem ausweichen

Immer stellst du dich in den Weg

Zunächst will man dir behilflich sein

Gibt sich geduldig mit dir

Und zeigt Verständnis für deine Verwirrung

Doch es währt nicht lang

Du beisst dich fest in dem Sack

Den man von deinem Haupt zu reissen versucht

Und als sie merken, dass alle Mühe vergebens

Werfen sie Steine, bis sich rote Blüten öffnen

Auf dem Stoff der dich umgibt