Privileg - Freigeist Lyrics


Geführt von Strukturen; gefangen in einem Gatter der Routine;

gelenkt von aufbürdenden Normen folgst du dem Weg,

welcher von einer Herde verführter Schafe geprägt und geschaffen wurde.

Der Geist immer mehr geknechtet. Der Freigeist wird zum Privileg.

So ziehst du nun weiter; müde, kraftlos und schlapp;

bis du erbärmlich krepierst als Dank deines Trabs.

Deine Beherrschung im Erdulden imponiert bestenfalls dich,

denn in einer Herde voller Konformisten interessiert so etwas nicht!

Gedanken liegen in Ketten und folgen blind dem Rudel. - unendlich weit! -

Angetrieben durch das Bellen sabbernder und fletschender Beißer! - unendlich weit! -

Der Wille diesem Gatter zu entrinnen ist schon seit langer Zeit gebrochen.

Die Stimmen voller Courage und Eifer, sie werden immer leiser und leiser.

Allmählich verstummt liegst du brach auf nassem Grund.

Bis zum bitteren Ende getrieben, aufgescheuert und wund.

Doch die Wunden sitzen tiefer als ein jedes Auge blicken kann,

denn die Fäulnis der Seele und deines Geistes blieb viel zu lange unerkannt!

Gibt es denn keinen Ausweg aus diesem Unheil der blinden, stummen Masse?

Das unendlich weite Grün gleicht schon längst einer Sackgasse.

Verstummt verreckst du nun brach auf nassem Grund.

Bis zum bitteren Ende getrieben, aufgescheuert und wund.

Doch die Wunden saßen tiefer als ein jedes Auge blicken wollte,

denn die Fäulnis wurde nie erkannt!