Dem Menschsein so fern Lyrics

Album: Abart

Sag mir, mein Mütterlein

Warum du traurig bist

Schaust mich an und senkst den Blick

Mit Tränen im Gesicht

Sag mir, mein Mütterlein

Warum hasst du mich so sehr

Ich bin dir treu und liebe dich

Dein Sohn in dunkler Zeit

Das was ich bin, das was in mir erwacht

Kann es nicht leugnen, es ist ein Teil von mir

Ich spüre keine Reue

Wenn ich ein Leben nehme

Erst wenn das Blut spritzt

Fühl ich mich dem Leben nah

In mir brennt die Dunkelheit

Bin dem Menschsein fern

Sag mir, mein Mütterlein

Warum du schweigst

Schaust mich an und siehst das Blut

Es läuft mir vom Gesicht

Und doch, mein Mütterlein

Ich bleib auch jetzt dein Sohn

Selbst wenn ich morde

Bin ich dein Fleisch und Blut

Und meinen Vater - hab ich nie gekannt

So begann die Reise - durch das Schattenland

Ich suchte ihn in 1000 Dörfern

Nirgendwo fand ich seine Spur

Ich weiß nicht mal, wo nach ich suche

Ich kenne seinen Namen nicht

Weil Mutter - niemals - von ihm spricht

Und hier draußen in den Wäldern

Bin ich dem Menschsein so fern wie nie zuvor

Nur der Leichenmond - wacht über mich

Und ich schau aus roten Augen

Stolz zu ihm empor

Und in dieser Finsternis

Tief im Wald von Eis bedeckt

Traf ich meinen wahren Vater

Sein Name lautet - Tod

Und nun, mein Mütterlein

Wirst du ewig leise sein

Die Augen starr und kalt

Blut läuft dir vom Gesicht

Denn heut', mein Mütterlein

Endlich kam der Vater heim

Er brach dir das Genick

Im letzten Sonnenlicht

Und dann - nahm er meine rechte Hand

Und dann - sah er mich ganz lange an

Küsste mich auf die Stirn, ganz sacht

Und ich folgte ihm in die ewige Nacht