Habs immer schon im Herz gespürt: Mein ganzes Leben vorbestimmt Der Tod hat jene Hand geführt Die mir nun selbst das Leben nimmt Ich wandle hier auf Galgengrund Die Schlinge um den Hals gelegt Und bete mir die Finger wund Doch niemand hört mein Stoßgebet Trug Glut im Leib, mein Leben lang So lange seit ich denken kann Die Flamme machte mich zum Mann Nun bin ich kalt und ausgebrannt Da mir das Herz im Leib gefror Kehr ich geläutert endlich heim Mein Blick irrt dort am Holz empor Der Galgen soll mein Endpunkt sein So geh ich fort Und kehre heim Hier und heute Soll mein Ende sein So steig ich auf Und spring herab Die Füße in der Luft Zieht's mich in ins Grab Doch bis mein Hals am Galgen bricht Ganz alleine gehe ich nicht... So viele Menschen, die ich hasse Das ganze Leben mir versaut So viel gottverdammte Dummheit Hat jeden Ausweg mir verbaut Ich hab sie her geholt Ein jeder folgte meinem Bitten Hab sie mit Geld und Gold gelockt Und dann die Kehlen durchgeschnitten Sie sind nun bei mir, still und kalt Aus blassen Augen fällt ihr Blick Begleitet meinen letzten Weg Hinauf, empor zum Galgenstrick Dankbar schau ich in die Runde Ganz von oben auf sie hinab Niemand lächelt außer mir So wird es blieben, jetzt und hier Es ist nun Zeit Muss heim ins Grab Ein letzter Blick Ich spring hinab Die Füße in die Luft gestreckt Und im Mondeslicht verreckt