Taphephobie Lyrics


Ein schweres Pochen

durch das Erdreich dringt

hinter moosbedeckten Friedhofsmauern

im hellen Mondschein,

wenn kein Mensch mehr wacht.

Es sind die Toten,

die im Sarge kauern.

Ganz leicht nur,

wie ein tiefes Grollen,

vibriert die Erde hier mit jedem Schlag.

Sie klopfen wütend und sie schreien dumpf,

beklagen greinend ihren Todestag.

Sie wälzen sich noch ruhelos im Grab

und ziehen panisch an der Glocke.

Man hört es kratzen an den Deckeln

und plötzlich reißt die Schnur am Stocke.

Durch den Nebel eine alte Kutsche

schemenhaft im Morgengrauen fährt.

Aus den Fenstern blicken blasse Schatten,

durch Staub und Spinnenweben grob verzerrt.

Hernach ein zog Totenstille,

nur noch das Wiehern ferner Pferde.

Es scheint, die Seelen wurden heimgeholt -

Der Leib kann nun verrotten in der Erde.