Harz, du Muttergebürg, welchem die andre Schar Wie der Eiche das Laub entsproßt Adler zeugest du dir hoch auf der Felsenhöh’ Und dem Dichter Begeisterung. Weit im deutschen Gefild sieht man der Felsen Haupt Spät im Sommer vom Schnee noch schwer, Tiefer Fichten bekränzt, düster vom Eichenwald, Der vor Zeiten den Deutschen hehr. Ströme rauschen herab dir in das finstre Tal, Brechen zwischen den Lasten sich Welche spielende Flut von dem Gebürge riß Und des eilenden Sturmes Grimm. Oft umringen dich auch Blitz und des Donners Hall, Schrecken unten das tiefre Tal Doch mit heiterer Stirn lachst du des Ungestüms, Träufst nur fruchtbare Flut herab. Eber brausen im Wald, Eber mit Mörderzahn, Die der Spieß zu bestehn nur wagt, Du auch hegest den Hirsch trotzend auf sein Geweih Und noch mehrerer Tiere Heer. Gütig lässest du zu, daß dir ein Eingeweid Mit der emsigen Hand durchwühlt Nach verderbendem Gold und nach dem Silbererz Unersättlicher Menschendurst, Aber schenkest uns auch Kupfer und tötend Blei Eisen nützlich dem Menschengeschlecht Das den Acker durchfurcht, Sterblichen Speise gibt Und dem gütigen Ofen Holz,