Gebirge I Lyrics

Album: Gebirge

Harz, du Muttergebürg, welchem die andre Schar

Wie der Eiche das Laub entsproßt

Adler zeugest du dir hoch auf der Felsenhöh’

Und dem Dichter Begeisterung.

Weit im deutschen Gefild sieht man der Felsen Haupt

Spät im Sommer vom Schnee noch schwer,

Tiefer Fichten bekränzt, düster vom Eichenwald,

Der vor Zeiten den Deutschen hehr.

Ströme rauschen herab dir in das finstre Tal,

Brechen zwischen den Lasten sich

Welche spielende Flut von dem Gebürge riß

Und des eilenden Sturmes Grimm.

Oft umringen dich auch Blitz und des Donners Hall,

Schrecken unten das tiefre Tal

Doch mit heiterer Stirn lachst du des Ungestüms,

Träufst nur fruchtbare Flut herab.

Eber brausen im Wald, Eber mit Mörderzahn,

Die der Spieß zu bestehn nur wagt,

Du auch hegest den Hirsch trotzend auf sein Geweih

Und noch mehrerer Tiere Heer.

Gütig lässest du zu, daß dir ein Eingeweid

Mit der emsigen Hand durchwühlt

Nach verderbendem Gold und nach dem Silbererz

Unersättlicher Menschendurst,

Aber schenkest uns auch Kupfer und tötend Blei

Eisen nützlich dem Menschengeschlecht

Das den Acker durchfurcht, Sterblichen Speise gibt

Und dem gütigen Ofen Holz,