Verloren in Gedanken
Was sein wird und was war
Verloren jede Hoffnung
Ergrauet längst das Haar
Verfolgt von tausend Stimmen
Die lästern über Gott
Verblasst des toten Mondes Antlitz
Im gleißend‘ Lichtes Spott
So stirbt die Freud an andren Seelen
Wo Halt und die Erinn’rung fehlen
Weit...mehr als vor Dunkelheit
Sollte der Mensch sich fürchten
Zu verlier’n was er bedürft‘
Das Weltenbuch ward nur geschrieben
Zum Versteh‘n von unsren Trieben
Der Einsame bleibt wach
Der Rest sich niederlegt
Verschleiert durch die Nacht
Was böse Taten säet
Ketzers Kind quält Liebesfurcht
Die Scheitern fest verspricht
Nach reinem Blute schlingend Durst
Verzehrt den, der alleine ist
Hängend von der tiefen Decke
Vor den Augen aller Menschenheit
Funkeln Sterne golden traurig
Was Zweisamkeitens Herz erfreut
Was Zweisamkeitens Herz erfreut
Bald vollbracht
In Stolzes Glanz
Ist was erdacht
In bitt‘rer Angst
Wenn Mond und Sonne
Einsam sind
Erstarrt die Zeit
Die Welt wird blind
Verfluchen will der Wilde
Die Ruh‘ in seinem Geist
Doch als verlor‘n die Stille
Begreift er was Verderben heißt
Und wie der Schmerz ihn überkommt
Ein Feuerstrahl aus heißer Glut
Vermählt Reue sich mit Wissen
Die binden jeden Keim der Wut
So flieht der Geist aus jeder Nähe
Wo ein and‘rer ihn verstehe
Wachsamkeit
Schützt nicht mehr
Wer wach bleibt
Sieht nur mehr
Von Leid und Tod
Und Untergang
Von Abendrot
Und Dämmerung
Voll Traurigkeit
Sitzt er nun da
Der Denkende
Mit grauem Haar
Sein Sinn strebt ganz
Nach Zärtlichkeit
Doch was er ist
Ist was er bleibt
So allein...
Liegt auch das Kindlein in der Wiege
Die die Mutter einst ließ liegen
Totenbleich verdeckt die Augen
Fahl die Haut und fern vom Glauben
Auch des Bruders schweigend‘ Grab
Verschlingt die Freud‘, die ihn umgab
Wo schönste Rosensträucher blühten
Welkt nun Kraut wo Stürme wüten
Sprachlos harrt nun dieser Mann
Weil er zu keinem reden kann
So ist er wie dies ganze Land
In tiefster Einsamkeit gebannt