Wer sind wir in dieser Welt? Sie kamen aus dem Süden mit Schwert und Schild, sie gaben uns nichts, doch forderten alles. Ihr Weg ist knochenbleich, geziert von den Schädeln jener, die unterlagen. Sie fordern unsere Freiheit, unseren Stolz. Seit sie kamen wirken die hellsten Tage wie dunkelste Nacht, wie der Schatten, der das Licht verschlingt, schlagen sie ihre Wurzeln in unser morsches Fleisch. Sie nehmen uns alles. Schlangengleich quellen die Schatten in unseren Geist, ein Quell von dunklen Schatten. Schattenquell Schemen, Schatten gleich wie schwarzer Atem steigen auf von kalten Feldern umklammern meinen sterbend Geist. Der Quell der Schatten giert nach mir, sein Gift sickert in mein Blut. Er bricht den Widerstand. Ich atme die Schatten! Ich atme den Tod! Ich spüre Blut auf meinen Fingern, madengleich krieche ich voran, dem kalten Scheine zugewandt. Schreiend hoffe ich und es erklingt Erinnerung gleich ein Ton Viae tacitae, rami mortui, arbores mortuae Legiones nos devorant Quam vermes per ossa terrae nostrae repunt, Chalybis eorum umbra est, quae lucem nos rapit. Pax eorum subvehunt Ein Hauch vom Anbeginn der Zeit - kaum mehr ein Wispern. Des Waldes Mantel lichtet sich, der Schattenquell versiegt. Sunnas warme Strahlen brechen dunkle Äste. Im Splitterregen trocknet der kalte Tau der Nacht. So wandre ich hinaus ins lichte Morgengrau.