Kannst Du den Atem der Eule hören? Des Kauzes Schwingenschlag gleich ein Hauchen der Blätter Ist es nicht unendlich – unendlich Ein unendliches Raunen Die Sonn‘ erklimmt der Wipfel Haupt und Reif, bedeckt den kalten Tann Aus der Täler dunklen Schlund kriecht des Nebels feuchter Hauch Deines Hirsches Nüstern Ruf erklingt und schlafend Quell‘ erwacht Von Deiner Adern Bronn ersteht Abnoba mons Imperium Ihrer Wasser sanfter Kuss heilt des Lebens größten Durst Todesbaumes Wurzeln tief reichen in ihren Leib Schwarzen Otter Schuppenkleid dem dunklen Moore angepasst So steht in Herrlichkeit Abnobas Geist wird wieder Fleisch Oh Abnoba in Aeternum Abnoba, Abnoba, tritt aus dem Schatten Abnoba, Abnoba, erhebe Dich Öffne Deine dunklen Schwingen und fliege hinaus ins helle Nichts Bin ich auch der Welt entrückt, so sind es stets doch Deine Wurzeln, die mich führen ins Äon Ins Äon der tausend Schatten Abnoba mons Nacht sich über deinen Busen senkt, die Kälte mit sich bringt Das nun mehr schwindend Licht den Wald in Schwärze taucht Deiner Arme sanft Geflecht wiegt mich und lässt mich träumen Aus Deines warmen Hauchs entsteht Abnoba mons Imperium Ihres Samen kleinster Spross hält des Zenits größte Last Bin ich auch der Welt entrückt, ruht mein Geist in Ihrem Leib Aus dem toten Schuppenkleid erwacht des Sprosses neue Kraft So steht in Herrlichkeit Abnobas Geist wird wieder Fleisch Abnoba in aeternum et silencium Ins Äon aus tausend Schatten, die mir stets schon innewohn' Denn du bist und warst mein Atem lang bevor ich dich erkorn' Ich rufe Dich Abnoba mons! Dir geben wir alles Durch Dich von Deiner Güte zehren wir In Ewigkeit und Stille